posttraumatische Belastungsstörung PTSD Schlafphase

Schlafphase kann Ängste bei Menschen mit PTSD reduzieren

Neurologische Verarbeitung von Gewaltbildern im Schlaf

In der vorliegenden Studie nahmen die Teilnehmer an einem „Stressbesuch“ teil, bei dem ihnen Bilder von gewaltsamen Szenen wie Unfällen, Kriegsgewalt, Verletzungen oder Tierquälerei gezeigt wurden. Etwa zwei Stunden später machten sie einen überwachten Mittagsschlaf im Labor.

Direkt nach der Bildpräsentation und nach dem Mittagsschlaf, als das Gedächtnis für die Bilder getestet wurde, wurden Angstmessungen durchgeführt. Die Forscher verglichen auch die Angstwerte während des Stressbesuchs mit denen während eines Kontrollbesuchs ohne diese Bilder.

Die Forscher fanden heraus, dass die Spindelfrequenz während des Stressbesuchs höher war als während des Kontrollbesuchs. „Dies liefert überzeugende Beweise dafür, dass Stress spezifische Veränderungen im Schlafrhythmus hervorruft“, erklärte Erstautor Nikhilesh Natraj, PhD, vom UCSF Department of Neurology, dem Weill Institute for Neurosciences und dem San Francisco VA Medical Center. Interessanterweise reduzierte die erhöhte Spindelfrequenz nach dem Stressbesuch die Angst nach dem Mittagsschlaf bei Teilnehmern mit stärkeren PTBS-Symptomen.

Förderung von Schlafspindeln durch Schlafmedikamente und elektrische Stimulation

Die Nickerchen in der Studie fanden kurz nach der Exposition gegenüber gewalttätigen Bildern statt. Es stellt sich die Frage, ob Schlaf, der Tage oder Wochen nach dem Trauma auftritt, die gleiche therapeutische Wirkung haben wird. Die Forscher halten dies für wahrscheinlich und weisen auf Interventionen hin, die Spindeln im Zusammenhang mit dem NREM2-Schlaf auslösen können und Patienten mit Stress und Angststörungen zugutekommen könnten.

Die Erforschung verschreibungspflichtiger Medikamente wie Ambien als Möglichkeit zur Förderung von Spindeln sollte weiter vorangetrieben werden. „Eine wichtige Frage ist jedoch, ob die durch Medikamente ausgelösten Spindeln auch alle Gehirnprozesse auslösen können, die mit natürlich auftretenden Spindeln verbunden sind“, betonte Richards.

Ein weiterer Bereich, der weiter erforscht werden sollte, ist die elektrische Hirnstimulation. Die Forscher erwähnten die transkranielle elektrische Stimulation, bei der geringe Ströme durch die Kopfhaut geleitet werden, um die Spindelrhythmen zu verstärken, sowie die gezielte Gedächtnisreaktivierung, bei der während einer experimentellen Sitzung ein Hinweis wie ein Geruch oder ein Ton verwendet und während des Schlafs wiederholt wird, um Spindeln auszulösen.

Neben solchen Innovationen betonte Natraj, dass eine gesunde Schlafhygiene eine kostenlose und einfache Methode ist, um sicherzustellen, dass wir angemessen in die verschiedenen Schlafphasen eintreten und somit den Nutzen von Spindeln unmittelbar nach einer stressigen Episode maximieren.

Das nächste Projekt der Forscher besteht darin, die Rolle von Spindeln bei der Konsolidierung und Wiederholung von aufdringlichen

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